Kategorie-Archiv: Projekt Management

Vom Wissen zum Können

Die Methode “Packpapier”

Im Moment ist in der Betriebswirtschaft gerade “Business Model Innovation” der letzte Schrei. Vermutlich, weil es für die Kommunikation so schön einfach und übersichtlich ist, hat sich das “Canvas” (neudeutscher Begriff anstelle Packpapier), das Arbeiten und Aufzeichnen auf einem Stück Packpapier, rasch verbreitet. Das neue an dieser alten Methode ist, wie Sachverhalte klar strukturiert werden. Diskussionen lassen sich so zielgerichtet führen und Ideen einfacher und besser kommunizieren. Den Vorteil dieser Methode sehe ich weiter darin, dass die Teilnehmenden im Kopf ein Bild mitnehmen können.

Diese Arbeitsmethodik wird nun auch im Projekt Management übernommen. Das für die Praxis schönste Modell findet sich bei Jim Kalbach.

Für abgestürzte Projekte, die einer Dépannage bedürfen, hat Michael Merkwitza von Turnaround Projekt Management eine weitere Version geschaffen. Diese hilft Teams, die die Pedalen verloren haben, wieder Tritt zu finden.

Für ein besseres Projekt Management: von der Patrouille Suisse lernen

Auf eine ausgesprochen sympathische Art macht „Fire, Safety & Security“ von Siemens Building Technologies in einer Roadshow auf das perfekte Zusammenspiel aufmerksam. Perfektes Zusammenspiel ist gefragt bei der Planung, Realisierung und Wartung von Brandschutz- und Sicherheitsanlagen.

Siemens hat sich dazu Anregung geholt bei einem Projektteam, bei dem das perfekte Zusammenspiel bei Tempo 1‘000 entscheidend ist, bei der Patrouille Suisse.

Von dem, was Siemens sich vorgenommen hat, können alle lernen. Daniel Siegenthaler, der von 1997 – 2009 in der Patrouille Suisse geflogen ist und Karriere gemacht hat bis zum „Tiger Uno“, dem Frontman, der zuvorderst fliegt und in der Luft das Kommando hat, erläutert die Arbeitsweise der Patrouille Suisse wie folgt:

„Patrouille Suisse“ steht als Botschafter und Marke für die Schweiz. Die Formationen der in den Landesfarben der Schweiz bemalten Tiger F5E sind ein Symbol für Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Präzision erläutert „Sigi“ am Beispiel, wie die Patrouille Suisse fliegt. Den Kurs bestimmt der Frontman. Die Piloten in der Formation wissen genau, wo ihr Platz ist. Sie fliegen bei rund 1‘000 Stundenkilometer in einem Abstand von 3 – maximal 5 Metern. Das geht nicht mit dem Autopiloten. Es ist alles 100 %ige Handarbeit. Wie gleichmässig das Geschwader fliegt ist fast unglaublich, wenn man es in der Luft sieht. Diese Präzision erreichen die Piloten, in dem sie „relativ“ fliegen. Die Piloten fliegen dem Flügelmann nach, und konzentrieren sich auf zwei Fixpunkte, die unten im Bild ersichtlich sind. Dabei müssen sich die Piloten dermassen konzentrieren, dass sie sich ausschliesslich auf den Flügelmann konzentrieren können. Sehen, wohin der Flug geht, oder an einem schönen Sommertag aus der Luft gar die Aussicht geniessen, liegt nicht drin. Die drei Meter Abstand einzuhalten erfordert höchste Konzentration. Das Geschwader fliegt konsequent dem Frontmann nach.

Präzision im Flug
„Wie trainiert die Patrouille Suisse, um zu solcher Höchstleistung zu kommen“ wollte ein Teilnehmer wissen. „Sigi“ erläutert: Die Saison dauert von Mai bis Ende Oktober. In den ersten zwei Wochen trainiert die Patrouille Suisse zwei Wochen am Stück mit täglich drei Flügen. Anschliessend wird jeden Montag trainiert. Jeden Montag!

Ebenfalls sehr lehrreich ist, wie Patrouille Suisse ihre Piloten auswählt. Vorgaben gibt es ausser einem bestimmten Altersfenster und den Flugfähigkeiten keine. Aus einer Shortlist von etwa 20 Kandidaten wählen die Piloten selber aus, wer bei einem Weggang neu ins Team aufgenommen werden soll. Es gibt keine Aufnahmeprozedur und keine Testflüge. Das Team spricht die Kandidaten durch, bis einer ausgewählt ist, zu dem alle Vertrauen haben.

Was können Unternehmen für ihre Projektarbeit daraus lernen:

  1. Präzision: Wenn Sie im Bild oben das Slide um 90 Grad drehen resultiert eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem Ausschnitt aus einem Netzplan. Hand aufs Herz: Arbeiten Ihre Projektteams auch mit derselben Energie und demselben Enthusiasmus daran, im Netzplan die Abstände einzuhalten, so wie die Patrouille Suisse dies bei 1‘000 kmh fertigbringt? Das Ergebnis müsste ein Quantensprung bei der Termintreue sein.
    .
  2. Ausbildungsintensität: Die Patrouille Suisse besteht aus 6 Piloten. Das ist vergleichbar mit einem Projektteam. Patrouille Suisse trainiert während mehr als 20 % der Arbeitszeit.
    Hand aufs Herz: Wie oft trainieren Ihre Projektteams? Genügt dies im Verhältnis zu der Leistung, die Sie von Ihren Projektteams verlangen?
    .
  3. Teamzusammensetzung: Das Verfahren von Patrouille Suisse halte ich auch in Industrie und Verwaltung für praktibel. Hand aufs Herz: Wäre das auch etwas für Ihr Unternehmen?

Wenn Sie noch ein bisschen Input benötigen, um einen Entschluss fassen zu können, schauen Sie sich dieses schöne Beispiel an:

Neuigkeiten im Projekt Management Training

Am 21.9.2012 hat das STS-Team unter der bewährten Führung von Sebastian Strehmel die Neuentwicklungen 2013 der Projekt Management Training Tools in Zürich vorgestellt. Es trafen sich rund 30 Trainer und Ausbildungsverantwortliche aus dem europäischen Sprachraum.

Die Highlights sind:

eLearning „Grundlagen“
Dieses ist komplett überarbeitet worden. Die Schulungsmodule werden neu im Kontext des Projektlebenszyklus‘ angezeigt. Die Inhalte sind überarbeitet worden. Der Media-Mix mit Animationen und Videos ist erweitert worden. Beibehalten worden ist die bewährte Form des „action learning“ anhand praktischer Beispiele. Am Schluss kommt es ja darauf an, was die Teilnehmenden in der Praxis können.

PM Teamwork
Dieses Produkt ist neu. Damit kann gezielt Gruppenarbeit in Teams geschult werden. Dem roten Faden einer „Story“ entlang müssen die Teilnehmenden knifflige Probleme aus der Projekt Management Praxis miteinander lösen. Ein gutes Mittel, um in „Trade-off“-Situationen die bestmögliche Lösung zu finden.

PM Teamwork lässt sich auch gut und einfach für firmenspezifische Schulungen und Trainings anpassen. Es ist damit zum Beispiel möglich, Teamübungen zu machen, um einen neuen Engineering- oder Produktentwicklungsprozess im unternehmensspezifischen Kontext zu schulen.

IMAG0304 Ausschnitt

SimulTrain
Der Projekt Management Simulator liegt neu in der Version 9 vor. Das Szenario für „Agile“ Projekt Management ist mit einem führenden Halbleiterhersteller in den USA weiterentwickelt worden. Um im Gezeitenwandel der Energiewende zu unterstützen ist ein neues Szenario entwickelt worden, um speziell Projektteams von Stromerzeugern und –versorgern zu schulen und zu trainieren.

Global Team Simulator
Bei global tätigen Unternehmen ist es für Projektteams eine Herausforderung, über weite Distanzen und mehrere Zeitzonen hinweg effizient zusammenzuarbeiten. Der Global Team Simulator kann hier in zwei Situationen helfen: 1.) Bei der Teambildung, indem zu Beginn eines grösseren Projekts ein Projekt Management Training mit dem Global Team Simulator durchgeführt wird. 2.) Für neu eintretende Mitarbeitende, damit sie die Besonderheiten eines globalen Teamworks im Simulator erleben. Das ist günstiger, als die gleichen Kurven in einem echten Projekt zu fliegen, bei dem es auf akkurate Ergebnisse und hohe Termintreue ankommt.

Umwelt
Auch die Projekt Management Umwelt ist im Wandel. Mit der ISO 21500 beginnt auch für Projekt Management die Zeit der Standardisierung. Für Anwender von STS-Tools und Kunden von Innovation Wings ist dies kein Problem. Die ISO 21500 entspricht praktisch dem PMBoK (Project Management Body of Knowledge) von PMI in der kommenden Version 5. Die Werkzeuge von STS entsprechen bereits den Anforderungen von PMI. Die von uns vermittelte Projekt Management Methodologie baut auf den im PMBoK definierten Projekt Management Prozessen auf. Interessenten, die darüber detaillierte Informationen haben möchten, senden wir auf Anfrage gerne eine Übersicht zu.

Den Vorteil der ISO Norm sehe ich darin, dass der Wildwuchs an PM Zertifizierungen kanalisiert wird auf einen global anwendbaren Standard, der die Grundlage bilden kann für eine unternehmensspezifische Projekt Management Methodologie. Dies ist speziell wichtig für Konzerne, weil sie so den Aufwand für eigene, interne Standards reduzieren können. Sie können die frei werdenden Mittel in die Ausbildung ihrer Projektteams investieren. Damit verringern Sie die Bürokratie, bewirken einen grösseren Wirkungsgrad in Projekten und beeinflussen die Erfolgsrechnung der Unternehmung positiv.

Innovationäre – die Helden im Product Management und in der Produktentwicklung

Mit der Zeit habe ich den Eindruck gewonnen, dass in Innovationsprozessen und –projekten in Unternehmen und Verwaltungen etwa das gleiche Chaos herrscht, wie es beim Turmbau zu Babel der Fall gewesen sein muss. Es wird unbekümmert drauflos entwickelt, und spätestens bei der nächsten Kostensenkungsübung wird – ungeachtet der längerfristigen Folgen – die Forschung und Entwicklung zurückgeschnitten unter dem Motto „es muss gespart werden, koste es, was es wolle“. Und wenn es die Zukunft des Unternehmens ist.

Innerhalb der Projekte findet das Chaos seine Fortsetzung, gleich wie vorher auf der Geschäftsleitungsetage. Wie sollen Mitarbeitende im Product Management und in der Produktentwicklung wissen, welche neuen Produkte das Unternehmen benötigt und bis wann, um die Ziele der Unternehmensstrategie zu erreichen, wenn die Geschäftsleitung aus der Strategie abgeleitet nicht klar kommunizieren kann, was eigentlich erwartet wird? Und fast täglich die Prioritäten ändert?

Die Resultate sind eine verstopfte Entwicklungspipeline, verspätete Markteinführungen, überlastete Projektteams und eine zu niedrige F+E-Produktivität.

Der erste Schritt zur Lösung ist, für Innovation eine gemeinsame Sprache zu finden. Begriffe zu verwenden, die von allen gleich verstanden und angewendet werden. Zu verstehen, wie die Innovationsprozesse, die quer durch das ganze Unternehmen gehen, ineinander greifen und miteinander verbunden sind. Damit am Ende das aus der Entwicklungspipeline herauskommt, was das Unternehmen sich vor ein paar Monaten oder Jahren in der Unternehmensstrategie vorgenommen hat.

Der Schlüssel dazu sind die Innovationäre. Die Legionen von Mitarbeitenden, die sich damit auseinandersetzen, was Innovation ist und was sie zum Erreichen der Unternehmensziele beitragen muss. Die Mitarbeitenden, die sich hinsetzen und überlegen, wie die Geschäftsprozesse im Unternehmen gestaltet werden müssen, damit das Unternehmen erfolgreich sein kann. Die Mitarbeitenden, die sich die Mühe machen und auf sich nehmen, die tausenden von Entscheidungen, die in einem Innovationsvorhaben getroffen werden müssen, sorgfältig zu analysieren und zu treffen. Und so einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens zu leisten. Und damit selber erfolgreich zu sein. Erfolgreicher Innovationär zu sein.

Das Taschenkompendium “Der Innovationär” ist ein Hilfsmittel dazu. Um Innovation erfolgreich zu praktizieren und erfolgreicher Innovationär zu werden.

Ja, den 'Innovationär' will ich haben!

Der „Hidden Champion“ zur Steigerung des Unternehmenswerts: Projekt Management Training!

Matchentscheidend in der Unternehmensführung ist der „Faktor Mensch“. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Strategieumsetzungen, bei denen es um die Erreichung anspruchsvoller Ziele zur Steigerung des Unternehmenswerts geht.

Ein Beispiel
Wird eine Unternehmenswertsteigerung um 100 % innert 5 Jahren angestrebt müssen jährlich rund +20 % realisiert werden. Verliert ein Unternehmen, das zu Beginn einen Umsatz von 200 Mio CHF erwirtschaftet, Zeit, so bedeutet dies, dass mit jedem Monat Zeitverlust 3,2 Mio Wertsteigerung fehlen.

Sind die Projekt Management Fähigkeiten nicht top entwickelt gehen bei wichtigen Projekten in einem Jahr schnell einmal 3 Monate verloren. Da sprechen wir bereits von 10 Mio CHF Wertsteigerung, die verloren und in den meisten Fällen nicht mehr aufholbar sind.

Das Fazit
Bei anspruchsvollen Strategievorhaben führt kein Weg an einem systematischen Projekt Management Training vorbei.

Eine wirksame Ausbildung besteht aus drei Komponenten:

1. Gemeinsame Grundlagen schaffen
In den meisten Unternehmen sind die Projekt Management Vorkenntnisse sehr heterogen. Mit der Vermittlung von Grundlagen wird die Basis für ein gemeinsames Verständnis von Projekt Management geschaffen. Die Durchführung mit eLearning stellt sicher, dass jede Kursteilnehmerin in ihrem individuellen Lerntempo, abhängig von Ihren Vorkenntnissen und Erfahrungen, lernen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Teilnehmenden für das Erlernen der Grundlagen nicht extra aus dem Tagesgeschäft herausgerissen werden müssen.

2. Simulator Training
Die Anwendungs- und Festigungsstufe erfolgt in einem Projekt Management Simulator, der ähnlich funktioniert wie ein Flugsimulator. Die Teilnehmenden werden darin mit 80 % der in Projekten typisch auftretenden Führungs- und Entscheidungssituationen beübt. Sie können damit Projektleitung üben.

Im Simulator Fehler zu machen ist bedeutend günstiger als in echten Projekten!

3. Transfer des Gelernten in die Geschäftsprozesse des Unternehmens
Um im Unternehmen einen Nutzen zu erzielen muss das Erlernte in die Geschäftsprozesse transferiert werden, in denen Projekt Management eine Kernkompetenz ist. Die unternehmensspezifische Gestaltung der Projekt Management Methodologie geschieht „on-the-job“ im Rahmen des Simulator Trainings.

Wir unterstützen Unternehmen beim  Ausarbeiten massgeschneiderter Projekt Management Trainings und führen diese in Ihrem Unternehmen durch.

Nehmen Sie Kontakt auf, wir sind nur einen Telefonanruf oder ein eMail weit entfernt!

Kontaktaufnahme

Visualisierungsmethoden – eine Übersicht

Menschen können sich Bilder einfacher merken als abstrakte Dinge. Visualisierungsmethoden kommt eine hohe Bedeutung zu – bei der Analyse von vernetzten Geschäftssystemen wie beim Vermitteln von komplexen Sachverhalten im Unterricht und in Unternehmen.

Vier Hochschulen aus der Schweiz betreiben dazu auf einer Webseite das eLearning Tutorial “Visual Literacy”.

Nicht nur für Chemiker dürfte dabei das “Periodensystem der Visualisierungsmethoden” von Interesse sein. Nach den zwei Dimensionen “Komplexität der Visualisierung” und “Anwendungsgebiet” enstand diese Übersicht.

Für einige der Methoden sind Handbücher und Arbeitsmittel verfügbar.

Internetfirmen ticken wirklich anders

Im Internet ist das Handbuch für neu eintretende Mitarbeiter der Firma Valve aufgetaucht. Valve ist der Hersteller von Games wie Portal 2 oder Counter-Strike. Was andere über die Führung von erwachsenen Menschen nur erzählen wird bei Valve wirklich praktiziert.

Besonders beeindruckend ist:

  • Die Unternehmenskultur, die gelebt wird
  • Die Selbstorganisation von Projektteams. Mitarbeitende können selber wählen, in welchen Projekten sie mitarbeiten wollen und woran. Einen ähnlichen Approach wende ich im Projekt Management Training für den Transfer des Gelernten in die Geschäftsprozesse des Unternehmens an. Dass das auch in komplexen Entwicklungsprojekten funktioniert – wow, das ist grossartig.
  • Die Projektattraktivität lässt sich mit den Füssen bestimmen – die Pulte sind mit Rollen versehen, um von einem Projektteam rasch zu einem anderen wechseln zu können.
  • Das unverkrampfte Verhältnis zum Thema Überstunden:

Hours
While people occasionally choose to push themselves to work some extra hours at times when something big is going out the door, for the most part working overtime for extended periods indicates a fundamental failure in planning or communication.

Gute Projektpräsentationen – worauf es ankommt

Im Projektmanagement Blog verweist S. Hagen auf den im Projekt Magazin erschienen Artikel “Projektpräsentationen hirngerecht gestalten”.

Die Hauptpunkte (Zitat):

  • Mehr Emotionen, weniger Zahlen und Fakten
  • Geschichten und Metaphern in die Vorträge und Präsentationen einbauen (Storytelling)
  • Gegenstände zeigen und verwenden
  • Demonstrationen einbauen
  • Weniger ist mehr

Mein persönlicher Tip für das Gestalten von Präsentationen ist das Buch von Garr Reynolds: Presentation Zen, Verlag New Riders, Berkely [2008]

Projekt Management = Erfolgsfaktor Nr. 1 für die Umsetzung der digitalen Agenda 2020

Kürzlich ist im Inside-IT eine Zwischenbilanz zur Umsetzung der Agenda 2020 publiziert worden.

Der Artikel beruht auf der Studie “Digital Economy Rankings”, die durch den Economist und das IBM Institute for Business Value durchgeführt worden ist.

Bei näherer Betrachtung fallen folgende Dinge auf:

1. Fragt man sich, was „Weltspitze“ für Informatik im 2020 bedeutet, zeigt der Bericht auf Seite 16, dass es nicht um das Erfinden von neuen Technologien geht, sondern um deren bessere und intensivere Anwendung.

The challenges ahead for countries, in our view, will be in learning how to extract the maximum economic and other benefits from the use of digital technology.

Damit ist die Diffusionsphase der Informatiktechnologien angesprochen. Es ist eigentlich alles da. Es muss nur genutzt werden!

2. Die Diffusionsphase von Technologien dauert erfahrungsgemäss 7 – 15 Jahre. Das heisst, wenn die Schweiz bis 2020 wieder ganz nach vorne kommen will, muss mit dem Notwendigen noch in diesem Jahr begonnen werden!

3. Wenn die Technologien grundsätzlich verfügbar sind, können Strategien gemacht und umgesetzt werden. Nach meiner Erfahrung stürzen Strategien meist nicht in der Konzeptphase ab, sondern in der Umsetzung. Die Gründe dafür sind in diesem Weblog an mehreren Orten und auf verschiedene Arten dargestellt.

Das stärkste Mittel, um Strategien erfolgreich umzusetzen, ist gutes Projekt Management. Gute Projektleiter werden nach meiner Erfahrung jedoch weder geboren noch fallen sie vom Himmel. Gute Projektleiter werden gemacht. Durch ein systematisches, fundiertes Projekt Management Training. Projektleiter müssen selektiert, aufgebaut und trainiert werden wie Spitzensportler. So kommt man an die Weltspitze!

Die Frage, die sich stellt, ist “Was genau tun Sie in Ihrem Unternehmen heute, um den Nachwuchs für 2020 auszubilden?” Für die jungen Absolventen von Fachhochschulen, Uni’s und ETH, die bei Ihnen als Entwicklungsingenieur arbeiten? Für die Mitarbeitenden, die 3 – 5 Jahre am Bench gezeigt haben, was sie können, und die für zukünftige Führungsaufgaben in Projekten selektiert und ausgebildet werden müssen? Dies werden die Führungskräfte, die für 2020 die Erfolge kreieren.

Falls Sie daran denken, diese Ausbildung in Ihrer Unternehmung systematisch durchzuführen und voranzutreiben, würde ich Sie dabei gerne unterstützen. Meine Trainingskonzepte und –werkzeuge sind auch Weltklasse!

Erfahren Sie mehr:

Projekt Management Training

Coaching von Projektteams – worum geht es da?

Was kann ein Coach in einem Projekt beitragen? Sollen wir zusätzlich eine externe Persönlichkeit als Coach in ein Projektteam nehmen? Verständliche und wichtige Fragen, die sich eine Unternehmensleitung hier stellt.

Wird im Projekt Management der Beizug eines Coachs in Erwägung gezogen, geht es meist um Themen wie

  • Erreichen von Excellence im Projekt Management
  • Gestalten von neuen Vorgehensweisen
  • Gezieltes Anwenden von Denkansätzen und Know-how aus anderen Branchen, um die Effizienz zu erhöhen.

Dinge also, bei denen eine Verbesserung mit Impulsen von aussen erzielt werden soll.

Mögliche Ansatzpunkte für einen Coach, um einem Projektleiter oder Projektteam solche Impulse zu vermitteln, sind:

  • Klären von Zielen: Unklare Ziele sind die häufigste Projektmisserfolgs-Ursache.
  • Vermitteln neuer Sichtweisen: Mit Beispielen aus anderen Branchen und Projekten kann der Coach ein Team ermutigen, neue Arbeits- und Vorgehensweisen auszuprobieren.
  • Erkennen von “festgefahrenen” Positionen und erfolgseinschränkenden Annahmen.
    Solche Selbstblockaden kann ein externer Coach rascher erkennen als interne Führungskräfte, weil er andere Paradigmen hat.
  • Kritisches Würdigen von Konzepten, Lösungsansätzen und Vorgehensweisen.
    Mit 10 Fragen, beginnend mit „Kann das Vorhaben auch in der Hälfte der Zeit durchgeführt werden?“ und endend mit der Feststellung „Geht nicht gibt’s nicht“ findet eine Stimulierung der Teams statt, um stetig noch bessere Vorgehensweisen und Lösungen zu finden.

Wesentlich ist dabei, dass der Coach bereit ist, Wahrnehmungen aus dem laufenden Projekt mitzuteilen und Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen, auf die das bestehende Team vielleicht von selbst nicht kommt, um so die Zahl der offenstehenden Handlungsoptionen und Innovationsmöglichkeiten zu erhöhen.

Auf Wunsch kann der Coach auch einzelnen Teammitgliedern Feedback geben, zum Beispiel zu:

  • Fähigkeit zur Theoriebildung
  • In der Praxis bewiesenes Geschick
  • Mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit
  • Grad an Selbsterkenntnis
  • Einsicht und Geschicklichkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Innovationsfähigkeit
  • Einschätzung des Fortschritts oder Wachstums

Das auftraggebende Unternehmen  kann mit einem Projekt Management Coaching folgende Ergebnisse anvisieren:

  • Ideale Abläufe für Engineering- und Produktentwicklungs-Projekte (time to market, first time right)
  • Sichereres Erreichen der Sachziele, Terminziele und Kostenziele in Projekten
  • Ansatzpunkte und Massnahmenvorschläge für Leistungssteigerungen in der Projektdurchführung
  • Ein Projektmanagement-Handbuch
  • Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile für die involvierten Stellen inkl. Eingliederung in die bestehende Organisation.

Kontaktaufnahme

Knacknuss # 9: “High Performance” Projekt Management etablieren

Eine gute Performance im Projektmanagement ist ein wichtiger Baustein für Unternehmen, die nachhaltig erfolgreich sein wollen. Es gibt zahlreiche Abhandlungen und Bücher über Projekt Management – aber statistisch werden trotzdem die Hälfte aller Projekte nicht erfolgreich abgeschlossen. Der finanzielle Schaden kann kaum beziffert werden, auch wenn das niemand gerne gesteht.

Als die zehn häufigsten Ursachen für Projektmisserfolg werden in einer kürzlich durchgeführten Studie genannt:

  • Projektziele sind nicht klar definiert: 70 %
  • Zeitvorgaben sind unrealistisch: 61 %
  • Mangelnde Abstimmung aller am Projekt Beteiligten: 55 %
  • Fehlerhafte Kommunikation innerhalb des Unternehmens: 45 %
  • Projektleiter sind überlastet: 44 %
  • Budgetrahmen ist unrealistisch: 43 %
  • Feinplanung erfolgt nicht sorgfältig genug: 41 %
  • Komplexitätsgrad des Vohabens wird unterschätzt: 39 %
  • Berichtswesen/Reporting funktioniert nicht reibungslos: 36 %
  • Es fehlt ein Projekt-Cockpit zur Steuerung: 36 %.

Interessant ist, dass diese Fehler ihre Ursache nicht in der Unternehmensstrategie haben, sondern in fehlenden handwerklichen Fähigkeiten der Mitarbeitenden.

Beim Projekt Management ist es wie beim Skifahren: Nur Bücher zu lesen genügt nicht. Damit wird lediglich Wissen erzeugt. Um vom Wissen zum Können zu gelangen, muss man irgendwann die Skischuhe anziehen, die Ski anschnallen und den ersten Hang hinunterfahren. So entsteht aus dem Wissen Können.

Ein spezialisierter Berater kann Sie dabei unterstützen. Mit Coaching, Projektbegleitungen und Methodenunterstützung „on-the-job“.

Mit „High Performance“ Projekt Management erzielen Sie auch in schon laufenden Projekten unmittelbar eine Verbesserung und einen Transfer vom Wissen zum Können.

 

Erfahren Sie mehr

Knacknuss # 8: Eine passende Projekt Management Methodologie einführen

Auch in Projekten hat es Elemente mit Wiederholcharakter. Wozu also in jedem Projekt alles jedesmal von neuem erfinden?

Eine Projekt Management Methodologie hilft bei repetitiven Projekttätigkeiten, die Effizienz und die Erfolgsrate zu steigern. Sie ist ein Set von Methoden und Werkzeugen, um in Projekten Ergebnisse zu produzieren.

Projekt Management Methodologien gibt es viele. Projektvorgehensmodelle wie z.B. PMI sind schwierig zu implementieren. Um wirklich anwendbar und nutzbringend zu sein, müssen sie auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Ein spezialisierter Konsulent kann Ihnen hier helfen, diese Anpassung pragmatisch vorzunehmen, so dass nicht Bürokratie, sondern echter Nutzen resultiert.

Als Coach, Facilitator und wenn notwendig auch als Projektleiter.

Es resultiert ein pragmatisches Projektvorgehensmodell, das auf internationalen Standards basiert und das genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

 

Erfahren Sie mehr

Knacknuss # 7: Das Chaos im Projekt Management beherrschen

Aufgaben von Projektleiter und Projektteammitgliedern sind vielfältiger Natur. Sie müssen in einem festgelegten und meist viel zu kurzen Zeitraum das bewältigen, was vielen Führungskräften bereits im normalen Unternehmensalltag graue Haare bereitet.

Als Ergebnisse solcher Prozesse stellen wir jeweils fest, dass neue Produkte nicht immer reproduzierbar fabriziert werden können, Spezifikationen für neue Produkte unklar sind, das Review- und Freigabewesen nicht funktioniert, der Entwicklungsablauf den heute vom Markt geforderten Zeitverhältnissen nicht mehr entspricht, die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Verkauf, Entwicklung, Produktion und Logistik nicht zufriedenstellend funktioniert und bei der Lancierung und Markteinführung neuer Produkte gravierende Fehler passieren.

Solche Pannen lassen sich vermeiden. Mit Grundlagen Ausbildung, mit Fortgeschrittenen-Trainings als Vorbereitung auf eine Zertifizierung und mit „Refreshern“, um Führungskräfte und Miglieder von Review-Gremien periodisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Mit einem fundierten Projekt Management Training schaffen Sie die Grundlage für erfolgreiche Innovationsprojekte.

 

Erfahren Sie mehr

Die Knacknüsse im Projekt Management

Sie denken, wenn die Knacknüsse im Strategieprozess und im Innovationsprozess gelöst seien, seien alle Probleme vom Tisch? Leider ist es meistens nicht so. “The proof of the pudding is the eating” gilt auch in der Unternehmensführung.

Worum geht es dabei?

Projektmanagement ist eine unternehmerische Kernkompetenz geworden. In der heutigen Arbeitswelt ist praktisch jede Führungskraft gefordert, parallel zum Tagesgeschäft Projekte zu definieren und durchzuführen, um die Unternehmensstrategie umzusetzen. Projekterfolg ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Führungskräften.

Anspruchsvolle, interdisziplinäre Aufgabenstellungen, die innerhalb eines festgelegten Zeit- und Kostenrahmens realisiert werden müssen, verlangen nach topprofessionellem Projektmanagement.

Projektmanagement ist als Führungsmethodik für die Strategieumsetzung erfolgsentscheidender denn je.

Zu beachtende Knacknüsse hat es hier ebenfalls drei:

  • Das Chaos im Projekt Management zu beherrschen
  • Eine auf Ihr Unternehmen massgeschneiderte Projekt Management Methodologie einzuführen und
  • “High Performance” Projekt Management zu praktizieren.

In den nächsten Tagen erhalten Sie auf dieser Seite Hinweise zur Lösung dieser Knacknüsse. Wenn Sie keinen Beitrag verpassen wollen können Sie sich auf dieser Seite unten für den Newsletter eintragen. Wir schicken Ihnen die Beiträge dann per eMail zu.

Knacknuss # 3: Roadmaps schaffen, die jeder versteht

“Roadmaps? – Wozu brauchen wir das?” fragen Sie sich vielleicht. Zwischen der Unternehmensstrategie, den Projekten in der Entwicklungsabteilung und den Business Development Aktivitäten klafft oftmals eine Lücke. Das Mittel zur Wahl zu deren Schliessung sind die sogenannten “Roadmaps”.

Damit wird aus der Unternehmensstrategie klar abgeleitet, welche Märkte das Unternehmen erschliessen und bedienen will (Market-Roadmap), welche Produkte das Unternehmen dazu wann und in welchem Marktsegment benötigt (Product Roadmap) und welche Produktplattformen dazu eingesetzt werden sollen.

Roadmaps schaffen als zentrales Element Übersicht und Transparenz. Dies ermöglicht Kommunikation und Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen im Unternehmen (Unternehmensplanung, Marketing, Verkauf, Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik, Service, Finanzen, …). Es resultiert eine effektivere und effizientere Technologieplanung. Die Quote der Fehlentscheidungen wird reduziert. Die Reaktionszeit bei unerwarteten Veränderungen auf Markt- oder auf Technologieseite wird verkürzt. Bei überraschenden Ereignissen hilft die Transparenz der Roadmaps, Handlungsoptionen und Lösungsmöglichkeiten schneller zu erkennen, aufzuzeigen und Entscheidungen zu treffen. Mit einem zielgerichteten Roadmapping werden komplexe Technologieentscheidungen interdisziplinär diskutierbar.

Eine Roadmap hilft, sich bei der strategischen Planung auf die wesentlichen Aspekte zu konzentrieren. Gegensätzliche Erwartungen werden aufgedeckt und konträre Planungen können identifiziert werden. Ohne diese bereichs- und funktionsübergreifende Betrachtung würden etliche Unstimmigkeiten erst zu einem späteren, ungünstigeren Zeitpunkt entdeckt.

Ein spezialisiertes Beratungsunternehmen kann Teams beim Ausarbeiten von Roadmaps als Berater und als Coach unterstützen.

Sie erhalten mit Roadmaps ein klares Verständnis und ein abgestimmtes Vorgehen. Auch in Grossprojekten, Konzernen und verteilten Organisationen.

 

Erfahren Sie mehr

Knacknuss # 1: Die “5 Forces” des Wettbewerbs in der Branche gründlich verstehen

Der Ursprung der 5-Forces-Analyse liegt im industrie-ökonomischen Ansatz von Professor Michael Porter. Der Grundgedanke ist, dass sich die Attraktivität des Marktes vor allem durch die Marktstruktur bestimmt. Die Marktstruktur wiederum beeinflusst das strategische Verhalten der Unternehmen, d. h. ihre Wettbewerbsstrategie, welche wiederum ihren Markterfolg bestimmt. Das heisst, der Erfolg eines Unternehmens hängt wesentlich von der gewählten Marktposition und der gewählten Wettbewerbsstrategie ab.

In der Praxis ist es nun oftmals so, dass 5-Forces-Analysen auf Ebene Gesamtunternehmen und Geschäftsbereich im Rahmen der Strategiearbeit erstellt worden sind. Für die spezifischen Fragen, die sich in einer Produktentwicklung ergeben, sind die vorhandenen Antworten und Daten jedoch zu wenig präzis.

Folglich ist es ein möglicher Lösungsweg, eine 5-Forces-Analyse spezifisch für ein bestimmtes Innovationsvorhaben oder Innovationsprogramm durchzuführen. Damit wird auch sichergestellt, dass das Projektteam die Strategie des Unternehmens und des Produktbereichs vertieft versteht. Durch eigene Analyse und wenn notwendig sogar eigene Feldrecherche.

Beobachten und Analysieren des Umfelds des Unternehmens auch über die eigene Branche hinaus schützt vor Überraschungen und ermöglicht es, gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung zu erreichen.

Die 5-Forces-Analyse ist ein Instrument dazu.

Ein spezialisiertes Beratungsunternehmen kann Sie dabei unterstützen. Als Coach, Facilitator und wenn notwendig auch als Projektleiter.

 

Erfahren Sie mehr

Know-how, das Früchte trägt

Lösungen für Knacknüsse in der Unternehmensführung

In der Unternehmensführung lassen sich an drei Orten Knacknüsse identifizieren, die für den Erfolg matchentscheidend sind:

  • Im Strategieprozess
  • Im Innovationsprozess
  • Im Projekt Management.

Worum geht es dabei?
Veränderungen werden oftmals durch neue Technologien ausgelöst. Diese Veränderungen vollziehen sich relativ langsam. Verpasst ein Unternehmen jedoch den rechtzeitigen Einstieg, lässt sich verlorene Zeit oftmals nicht mehr oder nur mit sehr hohen Kostenfolgen einholen. Meistens resultieren Marktanteils- und finanzielle Verluste.

Gelingt es jedoch umgekehrt, auf jedem der drei oben genannten Gestaltungsgebiete für die je drei grössten Knacknüsse bessere Lösungen zu finden als die Konkurrenz, resultiert Erfolg und eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

In den folgenden Tagen werden auf dieser Seite je Gebiet die drei grössten Knacknüsse beschrieben und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt. Wenn Sie sicher sein wollen, alle Beiträge zu erhalten, können Sie sich auf dieser Seite unten für den Newsletter eintragen. Sie erhalten die Artikel dann als eMail zugeschickt.

Beginnen wir mit dem Strategieprozess. Hauptaufgabe ist es, zu zeigen wie mit innovativen Produkt-Markt-Strategien unternehmerischer Mehrwert geschaffen werden kann. Mit Branchenanalysen, Marktanalysen und mit Fact Finding Missions.

Damit können Sie mit klaren Produktstrategien kommunizieren, welchen Beitrag neue Produkte zum Unternehmensergebnis leisten müssen.

Die Project Charter – der erste Schritt zum Projekterfolg

Die Erfahrung zeigt, dass in mehr als 70 % der Fälle von Projektmisserfolg die Ursache in unklaren Projektzielen liegt.

Folglich liegt der erste Schritt zum Projekterfolg in einem mustergültigen Projektstart. Bei grösseren Projekten ist es empfehlenswert, schon beim Projektstart relativ strenge formelle Massstäbe anzulegen und mit der Ausarbeitung einer „Project Charter“ zu beginnen.

Was ist eine „Project Charter“?
Eine Project Charter beschreibt für ein Projekt in einem Dokument die Vision, die Ziele, den Umfang, die Organisation und die Durchführung. Die Project Charter gibt Auftrag und Richtung für ein Projekt vor. Sie ist die Grundlage für den Buy-in aller Stakeholder. Sie hilft, den Umfang des Projekts zu kontrollieren, indem exakt beschrieben ist, was konkret erreicht werden soll.

Die Ausarbeitung einer Project Charter geschieht in vier Schritten:

Schritt 1: Die Projekt Vision identifizieren
Die Vision beschreibt den Zweck des Projekts und welcher Zustand erreicht werden soll, wenn das Projekt fertiggestellt ist. Sie ist quasi ein „Zielbild“ für das Projektteam.

Darauf basierend können die Ziele mit 3 – 5 Punkten beschrieben werden. Jedes Ziel soll dabei spezifisch, messbar, erreichbar realistisch und zeitgebunden sein. Mit einer klaren Vorstellung von Projektvision und –zielen ist es möglich, den Umfang des Projekts zu definieren. Daraus abgeleitet können die Ergebnisse beschrieben werden, die das Projekt liefern muss.

Schritt 2: Beschreiben der Projekt-Organisation
Im zweiten Schritt muss identifiziert werden, wie das Projekt am besten organisiert wird, indem Experten befragt werden. Dies können Kunden, Stakeholders, Vorgesetzte in der eigenen Organisation sowie Projektleiter aus ähnlichen, früher durchgeführten Projekten sein.

Schritt 3: Das Vorgehen zur Umsetzung beschreiben
Bis jetzt liegt eine solide Definition vor, was mit dem Projekt erreicht werden soll und wie es am besten organisiert wird. In diesem dritten Schritt geht es darum, festzulegen wie die Durchführung am besten erfolgt. Zuerst wird ein Vorgehensplan erarbeitet. Wenn nötig kann dieser in Phasen und Meilensteine unterteilt werden. Dann können Abhängigkeiten erfasst und untersucht werden, die das Projekt möglicherweise beeinflussen könnten. Als viertes Element können in diesem Schritt die notwendigen Ressourcen bestimmt werden. Ressourcen können den Zeitbedarf umfassen, die benötigte Ausrüstung wie zum Beispiel Laboreinrichtungen oder Analysegeräte, und notwendige Materialien.

Schritt 4: Risiken und Unwägbarkeiten berücksichtigen
In jedem Projekt gibt es Risiken oder Punkte, die schlicht unwägbar sind. Weiter zu dokumentieren sind Annahmen, die getroffen worden sind, und Randbedingungen, die das Projekt betreffen. Das Risikomanagement ist ein wichtiges Element für das Review-Team, um das Projektteam kraftvoll unterstützen zu können.

Das ist schon alles. Mit der Vervollständigung obenstehender Schritte resultiert eine solide Project Charter, die es Projetteams ermöglicht, ihre Projekte zeitgerecht und innerhalb der Budgets erfolgreich zu realisieren.

Warum Sie eine Projekt Management Methodologie brauchen

Wenn Sie mit Projekten zu tun haben wissen Sie, dass es auch in Projekten einen gewissen Wiederholanteil hat. Eine Projekt Management Methodologie ist eine Art Landkarte, um diesen Wiederholanteil in Projekten abzuwickeln. Sie spart Zeit und hilft Ihnen, bei den sich wiederholenden Routinetätigkeiten in Projekten effizienter zu werden und die Qualität stetig zu verbessern.

Der Schlüsselpunkt besteht darin, die Routinetätigkeiten in Projekten immer gleich durchzuführen. Indem Sie das tun werden sie darin immer schneller und besser. Dadurch steigt in Projekten Ihre Effizienz.

Was kann eine Projekt Management Methodologie?
Eine Projekt Management Methodologie gibt Ihnen

  1. Einen Satz definierter Schritte für die Projektdurchführung – vom Projektstart bis zum erfolgreichen Abschluss
  2. Ein Set von Vorlagen, die Ihnen dabei helfen, Routine-Dinge rasch zu erledigen.
  3. Einen Satz Fallstudien, um die Anwendung der Projekt Management Methodologie anhand praktischer Beispiele zu erlernen.
  4. Die Möglichkeit, die Methodologie projektweise anzupassen oder masszuschneidern.

Was eine Projekt Management Methodologie nicht kann
Eine Projekt Management Methodologie ist keine Silberkugel, mit der sich alle schon seit 10 und mehr Jahren bestehenden Probleme auf einen Schlag lösen lassen. Eine „out-of-the-box“-Methodologie kann ihre firmenspezifischen Anforderungen wahrscheinlich nicht erfüllen. Die bessere Lösung ist, diese firmenspezifisch aufzubauen oder anzupassen.

Welchen Nutzen bringt eine Projekt Management Methodologie?
Eine Projekt Management Methodologie hilft Ihnen, Projekte nach einem klaren Vorgehensmodell durchzuführen. Sie erklärt Ihrem Team, was gemacht werden muss, wie es getan werden kann und wann eine Tätigkeit notwendig ist, um ein Projekt zeitgerecht zum Erfolg zu bringen.

Mit einer Projekt Management Methodologie können Sie

  • Ein Projekt starten und planen
  • Zeit, Qualität und Kosten messen
  • Den Projektumfang und –inhalt steuern
  • Risiken und Friktionen minimieren
  • Das Personal und die Lieferanten führen.

Sie können für jedes Projekt aus der Projekt Management Methodologie die Elemente auswählen, die für ein bestimmtes Projekt relevant sind. Für ein kleineres Projekt müssen möglicherweise nicht alle Schritte durchgearbeitet werden.

Wenn Sie für jedes Projekt die gleichen Vorgehensschritte anwenden werden Sie effizienter. Sie werden routinierter und Sie haben weniger Stress. Sie haben jederzeit ein klares Vorgehensmodell vor Augen, das Ihnen das Vertrauen gibt, das Projektziel zeitgerecht zu erreichen.