Kategorie-Archiv: Venture Capital

Innovation & Venture Capital

Künstliche Haut aus dem Inkjetdrucker kurz vor dem Marktdurchbruch?

Im Februar 2007 habe ich erstmals einen Artikel darüber gelesen, wie versucht wird, mit Inkjetdruckern künstliche Haut herzustellen.

Im März 2011 meldete der Pacific Standard, wie mit einem Inkjetdrucker mit “Bioprinting” Gewebe für die Reparatur von menschlichen Herzen hergestellt werden kann. Die gegenüber dem Stand der Technik realisierbaren Kostenvorteile sind riesig.

In Biofabrication 5/2013 wird ein Artikel beschreiben, wie sich mit einem Inkjetdrucker hybrid Gewebe und Knorpel herstellen lassen.

Aus dem Innovationsmanagement ist bekannt, dass von der Laborerfindung bis zur Industrialisierung im Schnitt 7 – 15 Jahre verstreichen. Es könnte gut sein, dass “künstliche Haut” demnächst den Marktdurchbruch schafft.

Ouya Gamekonsole: Crowd-Funding funktioniert

Das Spielkonsole-Unternehmen Ouya hat für die Early-Stage-Finanzierung Crowd-Funding als Lösungsansatz gewählt.

Das Mittelbeschaffungsziel ist übertroffen worden. Anstatt 950’000 USD konnte das Unternehmen rund 9 Mio USD einnehmen.

Dies zeigt zwei Dinge:

  1. Crowd-Funding funktioniert in der Praxis.
  2. Es bestätigt sich eine alte Erfahrung aus dem Venture Capital Fundraising:
    Stimmt der Businessplan finden sich auch (rasch) Investoren.

Europäisches Wachstumsprogramm befeuert Innovation

An der Tagung des europäischen Rates vom 28./29.6.2012 sind bezüglich Innovation folgende Schlussfolgerungen gezogen worden:

Es müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, damit Forschungsergebnisse rascher in Innovationen umgesetzt werden, die den Marktanforderungen entsprechen und somit die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Der Europäische Forschungsraum muss gestärkt werden, insbesondere durch verstärkte Förderung von Forschung und Entwicklung und Verbesserung der  Investitionsmöglichkeiten für innovative Start-up-Unternehmen und KMU. Das künftige Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU  (COSME) und das Programm Horizont 2020 werden dazu beitragen, dass innovative KMU Zugang zu Finanzmitteln erhalten. Besonders wichtig ist die Stärkung von Schlüsseltechnologien, die systemtragende Bedeutung für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der gesamten Wirtschaft haben, wie beispielsweise die Nanotechnologie, die Biotechnologie und die neuen Werkstoffe.

Interessant ist, dass die erneuerbaren Energien hier nicht aufgeführt sind. Kleine, dezentrale Solar-, Geothermie-, Wind- und Wasserkraftwerke würden schon kurzfristig Arbeitsplätze schaffen. Die Verminderung der Abhängigkeit von Erdöl würde die Unabhängigkeit erhöhen und die Zahlungsbilanz verbessern.

Erste Details zu den Finanzinstrumenten, die im Rahmen von COSME und Horizon 2020 für die Förderung angewendet werden sollen, finden Sie hier.

Die wöchentliche CEO Checkliste

Scott Weiss ist als Venture Capitalist bei Andreesen Horowitz tätig. Ja, richtig, das sind die VC’s, die Facebook unterstützt haben. Mit Geld und mit Coaching.

In seinem Blog schreibt Weiss aus seinen eigenen Anfängen als CEO:

I was pretty aggressive about reaching out to other CEOs and mentors and this question was my biggest area of inquiry: “Hey, when you think back to when your company was my size, how did you spend your time?”

Seine fünf Kernpunkte, die er als Antworten gefunden hat:

  1. Fordere das Team ( Fordern und fördern)
  2. Verkaufe die Vision (des Unternehmens)
  3. Kläre und löse Meinungsverschiedenheiten
  4. Praktiziere Management by Walking Around
  5. Sprich mit Kunden.

Hier können Sie den vollständigen Artikel lesen.

Technopark Zürich schliesst Lücke “Science-to-Business”

“Na endlich, wurde auch Zeit” dachte ich mir, als ich den Artikel in der Computerworld las.

Erfindungen entstehen meistens aus einem technischen oder wissenschaftlichen Hintergrund. Entsprechend ist die Ausbildung der Erfinder: meistens technisch oder wissenschaftlich. Ist eine neue Erfindung da startet der Prozess “solution looking for problem”. Dies ist im Innovationsmanagement eine der grössten Herausforderungen. Dies ist die erste Hürde, an der zahlreiche Start-up’s scheitern: Sie erfinden etwas Geniales, aber es gibt keinen Markt dafür oder sie finden ihn nicht.

Die zweite Hürde für Start-up’s ist das Thema “Führung”. Können in der Startphase die Führungsthemen und was als nächstes zu tun ist informell morgens beim Kaffee besprochen werden, verlangt ein Team von 6 – 8 Presonen bereits ein Minimum an formeller Führung und eine Professionalisierung des Projekt Managements. Das sind Dinge, die ein Jungunternehmer vom Typ Hochschulabsolvent nie gelernt und noch nie praktiziert hat. An dieser Hürde scheitern ebenfalls zahlreiche Start-up’s.

Die dritte Hürde ist noch komplexer. Je nach Konstellation kommen hier zwei neue Dinge zusammen: Übersteigt die Teamgrösse 10 – 12 Personen muss das erste Mal eine Hierarchie geschaffen werden. Dies führt zu Unruhe. Eine als Zurückstufung empfundene Eingliederung in eine Aufbauorganisation kann dazu führen, dass sich Mitarbeitende entscheiden, die junge Firma zu verlassen. Das zweite Element ist Marketing und Verkauf. Für das neu entwickelte Produkt müssen Kunden gewonnen werden. Der beste Entwickler ist selten der beste Verkäufer. Folglich müssen neue Mitarbeitende gewonnen werden mit einer anderen, für das Unternehmen neue Grundausbildung. Der Firmengründer ist plötzlich gefordert, Menschen zu führen, die anders funktionieren als Entwickler und die er nicht mehr aufgrund seines profunden technischen Wissens führen kann. Der Unternehmensgründer muss lernen, Fachdisziplinen zu führen, von denen er nicht wirklich etwas davon versteht. Oder er muss die Weitsicht haben, eine Persönlichkeit wie Eric Schmidt einzustellen, ähnlich wie Google dies getan hat. Dies ist die dritte Hürde, an der wiederum zahlreiche Start-up’s scheitern.

Messen lässt sich das ganze in der Erfolgsrechnung des Start-up-Unternehmens. Erreicht es seine Ziele im gegenüber den Investoren versprochenen Zeitplan ist soweit alles ok. Kann der Zeitplan nicht eingehalten wird mehr (= zuviel) Geld verbrannt. Dies ist in vielen Fällen ein Signal dafür, dass das Unternehmen beim Überschreiten oder Beseitigen der Hürde Nr. 1, 2 oder 3 nicht vorwärts kommt.

Um Führungskräfte von Start-up-Unternehmen darin auszubilden, diese “Sciene-to-Business”-Lücke proaktiv zu schliessen, bietet der Technopark Zürich neu die “Technopark Academy” an. Die Schwerpunkte sind Public Relations und Marketing, Finanzierungsformen, Arbeits- und Kooperationsverträge sowie Führungsfragen.

Neues Nahverkehrsmittel für den individuellen Stadtverkehr

Vergleicht man Paris mit Zürich fällt auf, dass sich die Menschen im Individualverkehr in Paris anders organisiert haben. Autos hat es auf den Strassen nicht so viele, dafür eine Vielzahl von Motorrädern und Motorrollern. Die Verkehrsmittel für Nahverkehr dürften sich zukünftig eher in diese Art Verkehrsmittel entwickeln anstatt in Richtung ÖV. Bahn und Bus ist es noch nicht gelungen, mit steigendem Passagiervolumen günstiger zu werden. Im Gegenteil.

Eine erfrischende neue Möglichkeit, sich auf Distanzen bis 30 km zügig, individuell und umweltbewusst fortzubewegen ist das “Voltitude”. Der Hersteller bezeichnet sein neues Produkt als “Faltvelo”, was mir für diesen Designtraum nicht ganz angemessen erscheint. Aber schauen Sie selbst. Kaufen lässt sich das Voltitude ab März 2011.

Erfolgreicher Start-up in Bern-Belp

Die Fluggesellschaft SkyWork mit Heimatflughafen Bern-Belp hat einen neuen Investor und startet durch.

Die Erfolgsfaktoren:

  • Ein Unternehmen, das es bereits gab und bei dem funktionierende Geschäftsprozesse da sind. Eine ideale Ausgangslage, um zu expandieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Ein CEO und ein motiviertes Team mit einer guten Geschäftsidee.
  • Ein Investor, der an das Team glaubt. Der Rückhalt gibt, der das Team coacht und sich aus dem Tagesgeschäft raus hält.
  • Ein VR-Präsident, der es anscheinend richtig macht: Er hat die Nase drin und lässt die Hände draussen.

Schweiz als Innovations-Champion

Nicole Rütti kommentiert in der NZZ die Wettbewerbskraft der Schweiz.

Ihr insgesamt gutes Abschneiden verdankt die Schweiz dabei etwa ihrer ausgebauten Infrastruktur, der hohen Verfügbarkeit von Finanzdienstleistungen, einem effizienten Arbeitsmarkt, der ausgezeichneten Qualität der Forschungsinstitutionen sowie den Anstrengungen der Firmen im Bereich Forschung und Entwicklung.

Länder arbeiten ja ähnlich wie Unternehmen immer an den Limiten. Bei den meisten europäischen Ländern hat im Moment das Abtragen der Schuldenberge Priorität. Die Schweiz hat hier eine relativ bessere Arbeitslage und kann weitere Themen bearbeiten.

Beobachtet man die Entwicklung von “Innovation” in der Schweiz, lässt sich seit den 1990er Jahren folgendes beobachten: Um Mitte der 90er Jahre die Stagnation und Lethargie zu überbrücken hat ein Venture Capital Investor der ETH und der HSG eine Million Franken gespendet mit der Auflage, die zwei Hochschulen müssten damit eine Vorlesungsreihe durchführen, damit in der Schweiz Venture Capital tritt fasst für das Gründen und Expandieren von neuen Unternehmungen. Im darauffolgenden Winteremester wurde dazu an der ETH eine Vorlesungsreihe durchgeführt. Jeden Dienstagabend wurden VC-Experten aus der ganzen Welt eingeflogen, die zeigten, wie mit Venture Capital gearbeitet wird. Aus Investorensicht, aus Unternehmersicht und aus Regierungssicht. Der Grundstein für die starke Private Equity Branche, die wir heute in der Schweiz haben, wurde dort gelegt.

Wenige Jahre später wurde festgestellt, dass in der Schweiz viele Patente angemeldet werden, aber nicht sehr viele Produkte daraus entstehen. Die diagnostizierte Lücke “Science-to-Business” führte dazu, dass der Bund die KTI ins Leben rief so wie sie heute agiert.

Bis heute hat sich die Situation gewaltig gewandelt und entwickelt. Statistisch lässt sich jedoch immer noch eine gewisse Kleinkariertheit feststellen. Warum gelingt es nur Unternehme wie Google aus Amerika und Foxconn aus Asien, im Hightech-Sektor so rasch zu wachsen? Warum gelingt es keinem neuen Unternehmen aus der Schweiz, sich zu entwickeln und bis auf Konzerngrösse zu wachsen? Seit Logitech und Actelion fällt mir spontan kein vergleichbares Unternehmen mehr ein.

Die nächsten Limiten, an denen gearbeitet werden muss, sind folglich zwei:

Auf der unternehmerischen Seite muss das Ausbildungsangebot um einen weiteren Baustein erweitert werden. Zusätzlich für die Kurse für Unternehmensgründer muss ein Angebot geschaffen werden, das das Wachstum und die Expansion von Unternehmen zum Inhalt hat. Ziel ist es, dass ein Start-up wie Google das Potential hat, bis zum Konzern zu wachsen. In der Schweiz oder aus der Schweiz heraus.

Auf der Seite der öffentlichen Hand muss der Teil “Science-to-Business” erweitert werden. Betrachtet man die Forschungsbudgets von ETH, Universitäten und Fachhochschulen und vergleicht, was daraus an neuen Produkten herauskommt, scheint mir die Ausbeute noch stark verbesserungsfähig. Hier ist zu hinterfragen, ob die Forschungsbudgets wirklich richtig eingesetzt werden, und wie Hochschulen und Industrie noch bedeutend intensiver verzahnt werden können. Ziel ist, nicht nur gute Absolventen auszubilden, sondern auch Technologiesets zur Verfügung zu stellen, aus denen neue Unternehmen oder neue Produkte entstehen und wachsen können.

Mixtent: Innovation im Internet

Das Internet ermöglicht es, Innovationen in extrem kurzer Zeit umzusetzen, zu multiplizieren und mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz zu wachsen. Cloud-Computing wird diesen Trend noch zusätzlich beschleunigen.

Ein Beispiel einer solchen Innovation ist die Internet-Plattform “Mixtent”. Sie setzt auf auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn auf.

Ziel ist es (Zitat):

Mixtent is building a professional reputation graph on top of the main social and professional networks. We believe we can become a driving force in making online recruitment and talent management materially more efficient.

Mixtent ist folglich eine Innovation, die Menschen das Leben leichter macht. Stellensuchenden bietet sie mehr Möglichkeiten, indem diese für interessante Stellen angefragt werden. Personalfachleuten ermöglicht sie eine effizientere Suche und erhöht die Zahl möglicher Kandidaten, um eine bestimmte Position zu besetzen.

Der angewendete Algorhytmus ist pur darwinistisch. Für eine bestimmte Unternehmensfunktion wird gemessen, welche von zwei Personen “besser” ist. Je mehr Mitglieder Mixtent gewinnt, umso aussagekräftiger wird die resultierende Pyramide, und umso zielgenauer können “Personaler” Kandidaten auswählen. Umso grösser ist die Chance für den Kandidaten, passgenau auf ihn zutreffende Anfragen zu bekommen.

Mixtent sucht aktuell Personal. Ambitionierten Software-Ingenieuren bietet sich eine der seltenen Möglichkeiten, im Gründerteam eines Internet-Unternehmens mitzumachen.

Crowd-Funding im Vormarsch

Auch in Zürich ist jetzt die erste Internet-Plattform für Crowd-Funding aktiv. “Crowd-Funding” oder “Croud-Sourcing” heisst, dass sich viele Investoren mit eher kleinen Beträgen an der Finanzierung von Unternehmen beteiligen. Für Unternehmer und Investoren bietet sich eine Win-Win-Situation: Unternehmen können einfacher Investoren gewinnen, weil man schon mit kleineren Beträgen mitmachen kann. Investoren bietet sich auch bei beschränkter Finanzkraft dank Crowd-Funding die Möglichkeit, die verfügbaren Mittel in verschiedene Unternehmen zu investieren und so das Risiko zu verteilen.

Die Plattform “C-Crowd” erklärt ihre Leistungen im Internet übersichtlich.

Noch unklar ist mir allerdings, wie Jungunternehmen nach erfolgreichem Fundraising ihre Investoren pflegen. Einladung und Durchführung von zum Beispiel einer Generalversammlung sind ja an bestimmte Formalitäten gebunden. Investiert ein Aktionär 20 CHF in ein Unternehmen dürfte es dem Unternehmen nicht möglich sein, einen Geschäftsbericht auf Papier gedruckt mit der Post zu verschicken. Es wird spannend sein, zu sehen welche Lösungen mit der Internet-Technologie dafür möglich sind und realisiert werden.

Wie schreibe ich erfolgreich einen Businessplan?

Personen, die ein eigenes Unternehmen gründen möchten, stehen manchmal vor einer schier unüberwindlichen Hürde, wenn sie einen Businessplan schreiben müssen. Sei es, um als Geldgeber die eigenen Verwandten zu überzeugen, Venture Capitalists oder eine Bank, immer wird ein Businessplan verlangt.

Der Businessplan ist das Kommunikationsmittel, um die Geschäftsidee zu erläutern und auf knappem Raum das anvisierte Vorgehen und die Fakten für die Chancen- und Risiko-Beurteilung des Investments zu liefern.

Eine gute Übersicht und Links auf mehrere Anleitungen zur Erstellung eines Businessplans stellt Gründerblatt im Internet zur Verfügung.

Für “Jung”-Unternehmer

Wenn Sie für die Gründung, den Aufbau oder die Weiterentwicklung Ihres eigenen Untehmens diese Lernziele auf Ihrer Agenda haben:

  • Sie haben die Trends im Markt erkannt, sich im Wettbewerb klar positioniert und die strategischen Stossrichtungen festgelegt.
  • Sie haben ein überzeugendes und skalierbares Businessmodell entwickelt.
  • Sie haben zentrale Massnahmen bezüglich Marketing, Infrastruktur und Finanzierung festgelegt, klare Meilensteine fixiert und Sofortmassnahmen umgesetzt.
  • Sie verfügen über einen aussagekräftigen Businessplan. Sie sind in der Lage, vor Investoren und Partnern überzeugend aufzutreten und ihr Startup-Projekt zu präsentieren.

ist diese Veranstaltung vielleicht das richtige für Sie.

Um weiterzukommen. Nicht nur, um Investoren zu überzeugen. Sondern auch, um für sich selber den Durchblick zu haben, wo und wie Sie die Prioritäten setzen müssen.

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer!

In der Financial Times wird die Innovationsfähigkeit und das zugrunde liegende “Schweizer Modell” analysiert.

Der Autor beschreibt die Zusammenhänge zwischen Lehre und Forschung an den Hochschulen und die Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen und kommt zu folgendem Schluss:

Für Europa birgt der Schweizer Ansatz eine interessante Lektion: Statt der traditionellen Industriepolitik, die förderungswürdige Sektoren oder nationale Champions identifiziert und dann mit staatlichen Mitteln aufpäppelt, bietet sich eine Innovationspolitik an. Sie fängt bei guten Hochschulen an, setzt sich fort über ein ansprechendes Klima für Wagniskapital und wird ergänzt durch staatliche Förderprogramme, die auf harte Auswahl und das Engagement der Wirtschaft bauen.

Das ist gewiss richtig. Im Moment ist es ja so, dass mit der Migration von industriellen Arbeitsplätzen aus Westeuropa und den USA nach Asien ganze Branchen verschwinden. Dies ist mit eine Ursache für die hohe Arbeitslosigkeitsrate.

Neue Arbeitsplätze entstehen durch Innovation. Innovation entsteht durch das Erkennen und Verstehen von Kundenbedürfnissen. Durch das Entwickeln und Vermarkten neuer Produkte zur Befriedigung dieser Kundenbedürfnisse. Dies wiederum setzt wissenschaftliches und technisches Wissen und Können heraus, das in der Forschung und Lehre entsteht.

Um neue Arbeitsplätze zu schaffen wäre es möglicherweise klüger, mit dem vielen Geld, das die Staatsbanken momentan drucken, anstatt Schuldpapiere zu kaufen dieses in Innovationsförderungsprogramme zu stecken, um ein wieder nachhaltiges Steuersubstrat zu realisieren.

Microsoft stösst Entwickler für Windows Phone 7 an

An der hauseigenen Entwicklermesse MIX10 in Las Vegas hat Microsoft Neuigkeiten zum neuen Betriebssystem Windows Phone 7 angekündigt.

Für Entwickler ist extra eine Webseite eingerichtet worden, von der Sie sich Entwicklungswerkzeuge herunterladen können.

Microsoft plant, Handy-Anwendungen ebenfalls online zu verkaufen. Der Windows Phone Onlineshop soll dazu dem Vernehmen nach aufgebohrt werden. Der Vorteil für Entwickler ist, dass sie sich damit voll auf die Software konzentrieren können. Das für viele Start-up grösste Hindernis – schaffen eines funktionierenden Vertriebs – entfällt somit respektive wird von Microsoft übernommen.

Das ist auch für Venture Capitalists eine gute Nachricht, weil in einem solchen Umfeld bereits Teams von 3 – 4 Personen hervorragende Arbeit leisten können. Ist die Applikation gut verläuft der Ramp-up innert weniger Wochen und dazu gleich global, ohne Risiko, zusätzliche Kosten und die üblichen Anfängerfehler.

Die Zürcher Axiome

Bei der Literaturrecherche zu einem Venture Capital Thema bin ich auf einen Text gestossen, bei dem es um die Schaffung von Kapital geht.

Bevor man Wagniskapital investieren kann muss man Geld verdienen. Man muss Reserven schaffen die so gross sind, dass man es als Investor verschmerzen kann, wenn ein Investment einmal nicht gelingt.

Natürliche Folge ist, dass als Venture Capitalist und Business Angel meistens ältere Menschen tätig sind. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet und immer darauf geachtet haben, dass die Einnahmen immer ein bisschen höher sind als die Ausgaben. Jedes Jahr, jeden Monat, jede Woche, jeden Tag. So entstehen Ersparnisse, die investiert werden können.

Dies erfordert ganz bestimmte Charaktereigenschaften. Max Gunther hat diese 1985 als “Zürcher Axiome” festgeschrieben. Seine Axiome gelten nicht nicht nur für Zürich, für die Schweiz und fürs Geldverdienen.

Worum geht es?

What the Axioms Are and How They Came to Be.

Consider the puzzle of Switzerland. This ancestral home of mine is a rocky little place about half the size of Maine. It has not one inch of seacoast. It is one of the most mineral-poor lands on earth. It possesses not a drop of oil to call its own, barely a bucket of coal. As for farming, its climate and topography are inhospitable to just about everything.

It has stayed out of European wars for 300 years, chiefly because, in all that time, there has never been an invader who really wanted it.

Yet the Swiss are among the most affluent people in the world. In per capita income they rank with the Americans, West Germans, and Japanese. Their currency is among the world’s soundest.

How do the Swiss do it?

They do it by being the world’s cleverest investors, speculators, and gamblers.

This book is about betting to win.

Wenn Sie auch gewinnen möchten geht es hier zum vollen Text.

Bahn in den USA zehnmal günstiger als in Europa

Der Kauf von Burlington Northern Santa Fe durch Warren Buffet hat die Medien aufgerüttelt. Erste Berichte erscheinen, in den die Unterschiede im Bahnverkehr zwischen Europa und USA herausgearbeitet werden.

Am herausstechendsten sind die Unterschiede bei der Wettbewerbsfähigkeit: In den USA kostet gemäss einer Fraunhofer-Studie der Tonnenkilometer bei der Bahn 1 Cent. In Europa kostet der gleiche Tonnenkilometer 11 Cents. Höchste Zeit also, die Eigentümer- und Betriebskonzepte der europäischen Bahnen kritisch zu hinterfragen.

Erfolgreiches Venture Capital Unternehmen in der Schweiz

Im Wintersemester 1996/97, in einer ähnlich schwierigen Zeit wie wir sie gegenwärtig haben, hat ein Venture Capital-Investor der ETH Zürich und der HSG einen hohen Geldbetrag zur Verfügung gestellt mit der Auflage, damit eine Vorlesungsreihe über Venture Capital durchzuführen.

Dieser Investor war mit Beteiligungen an Firmen wie Compaq und Toys’R'us sehr vermögend geworden. Mit den hohen Ansprüchen aus seiner Silicon Valley Erfahrung coachte er die zwei Hochschulen im Vorbereiten und Durchführen dieser Vorlesungen.

Einen ganzen Winter lang wurden jeden Dienstag führende Exponenten aus der Venture Capital Szene aus der ganzen Welt in die Schweiz nach Zürich geflogen. Die “Studenten” – die meisten waren schon gestandene Männer und Frauen – lernten alles über Venture Capital. Das europäische Modell, das amerikanische Modell, die japanischen Ansichten, alles. Wirklich alles. Aus wissenschaftlicher Sicht, aus Investorensicht, aus Regierungssicht, aus Unternehmersicht.

Darauf brach in der Schweiz ein eigentliches Venture Capital Fieber aus. Etliche VC-Firmen wurden gegründet und starteten ihre Aktivitäten voller Enthusiasmus.

Eines dieser neu entstandenen Unternehmen – die Firma Nextech Venture AG – lud am 5. Oktober 2009 interessierte Investoren in Zürich zu einem Networking Event ein.

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat Nextech Venture sich innerhalb der Pharma mehr und mehr auf die Finanzierung von Krebsmedikament-Projekten fokussiert. Die Entwicklung von Krebsmedikamenten hat sich – wegen grossem Bedürfnis an wirksamen Medikamenten, hohen Preisen und den mittlerweile vielversprechenden wissenschaftlichen Grundlagen zur Entwicklung neuer und wirksamer Medikamente – zu einem der interessantesten Investitionsgebiete im Gesundheitssektor entwickelt. Nextech Venture betreut seit 2006 den weltweit ersten Onkologie-Investitionsfonds erfolgreich.

In der Einführung vermittelte Dr. Alfred Scheidegger, Gründungspartner und CEO von Nextech Venture, einen eindrücklichen Überblick, wie das Unternehmen heute dasteht. Im ersten Life Sciences Fonds, der in Early Stage Projekte investiert ist, ist der zweite Trade Sale erfolgt. Im zweiten Fonds, der 2006 mit 41M € aufgelegt wurde und voll auf Onkologie fokussiert ist, konnten aus sechs Investments bereits zwei Unternehmen verkauft werden. Das eine Investment wurde für USD 537 Millionen verkauft. Das ist ein bedeutender Hebeleffekt, der auf Unternehmertum und echter, industrieller Wertschöpfung beruht. Weitere Exits sind in den kommenden Monaten zu erwarten.

Gegenwärtig läuft das Fundraising für den dritten Fonds, der ebenfalls auf Onkologie fokussieren wird. Interessierte Investoren können direkt mit Nextech Venture Kontakt aufnehmen.

Prof. Dr. William G. Kaelin, Professor der Harvard Universität, ist Mitglied des Oncology Scientific Advisory Board von Nextech Venture. Er erläuterte den Anwesenden den Stand der Technik in der medizinischen Krebsforschung. Rasch wurde allen Anwesenden klar, dass das A und O des Erfolgs eines Investment Unternehmens auf diesem Gebiet die Qualität des Scientific Advisory Boards ist. Investitionsentscheide werden getroffen, wenn ein “Proof of Concept” da ist. Dies ist der Nachweis, dass eine Therapie gegen eine definierte Krebsart medizinisch prinzipiell funktioniert.

Interessant ist, dass die familiären Wurzeln von Professor Kaelin ein paar Generationen zurück in Einsiedeln in der Schweiz liegen.

Ausgehend von den Ausführungen von Professor Kaelin erläuterte Dr. Scheidegger, welche Strategie Nextech Venture bei der Auswahl von Unternehmen verfolgt, und welche besten Praktiken angewendet werden, um die Beteiligungen zum Erfolg zu führen:

  • Exzellentes Personal. “Oohni Lüüt gat nüüt” ist der Leitspruch eines bekannten Unternehmers vom oberen Zürichsee. Nextech Venture bestätigt dies. Der Schlüssel ist die Kompetenz des Fonds Managements und des Scientific Advisory Boards.
  • Nachgewiesener Erfolg. Es muss ein “Proof of Concept” da sein, und die Patentsituation muss geklärt sein.
  • Der Fokus von Nextech Venture liegt klar auf der klinischen Forschungsstufe II.
  • Ein ausgewogenes Projektportfolio.
  • Exits bevorzugt über Trades Sales.

Mit diesen nachhaltigen Grundsätzen wird mit dem Geld der Investoren so sorgfältig umgegangen wie mit dem eigenen.