Innovation in der Vermögensverwaltung: Multimanager-Strategie

Am 23.9.2014 führte die Finanzzeitung Cash in Zürich eine Informationsveranstaltung zum Thema ‚Multimanager-Strategien in der Vermögensverwaltung‘ durch.

Entpuppt hat sich die Multimanager-Strategie als etwas sehr einfaches und wirkungsvolles. Wer kennt das nicht: Sie denken, professionelle Vermögensverwalter könnten Ihr Vermögen oder einen Teil Ihres Vermögens sicher besser und ertragreicher verwalten als Sie selber. Schliesslich seien das ja Profis. In der Praxis haben leider etliche Auftraggeber eine andere Erfahrung gemacht: Sie waren froh, wenn sie nach Auftragserteilung nach einigen Jahren noch gleichviel Geld auf dem Konto hatten. Die Wachstums- und Gewinnversprechen haben sich bei vielen als warme Luft entpuppt.

Cash hat dies erkannt und zusammen mit der Bank Zweiplus etwas Neuartiges auf die Beine gestellt. Kunden können zwischen sechs verschiedenen Vermögensverwaltungsfirmen auswählen. Bei Unzufriedenheit ist es sehr einfach möglich, den Vermögensverwalter zu wechseln, ohne gleich die Bank wechseln zu müssen.

Damit Kunden sehen können, wie gut und wie tüchtig ihre Vermögensverwalter sind, führt Cash schon seit mehreren Jahren einen Contest durch, in dem die sechs Vermögensverwalter 1:1 zeigen, was ihre Anlagestrategien an der Börse bringen. So kann direkt verglichen werden, welcher Vermögensverwalter für die eigene Strategie am besten passt.

Zwei spannende Statements aus der Podiumsdiskussion:

  • Othmar Keiser von J. Safra Sarasin empfiehlt Personen im (un)Ruhestand tendenziell einen höheren Aktienanteil, weil das Lösen der Schuldenkrise möglicherweise auf dem Buckel der Rentner und Sparer ausgetragen wird.
  • Sales Bischofberger von Solitaire Aquila findet, auch ein grosses Institut wie Post Finance sollte einen Multimanager-Ansatz anbieten. Das wäre für die Post-Kunden attraktiver, anstatt das ganze Geschäft einem einzigen Vermögensverwalter zu überbinden. Die Post habe gegenüber den Kunden auch eine Verantwortung – würden mehr Vermögensverwalter zugelassen, würden in schlechten Zeiten nicht alle gleichviel verlieren.
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