Swisscom Innovationsherausforderungen

Am 27.5.2016 gab Urs Schaeppi, CEO der Swisscom, im Rahmen eines Business Lunchs Auskunft, unter anderem darüber, wie in der Swisscom Innovation praktiziert wird.

Die Markt-Treiber für Swisscom sind Kundennähe und Zuverlässigkeit. Swisscom ist im B2B-Bereich das grösste IT-Unternehmen in der Schweiz.

Innovation wird in der Swisscom auf zwei Ebenen praktiziert. Kerngeschäftsnahe Projekte werden in den Divisionen durchgeführt. Projekte mit disruptivem Charakter werden losgelöst separat realisiert. Als Beispiel führt U. Schaeppi ein Projekt an, das sich wie ein Start-up verhält. Das Team hat in Zürich eine 5-Zimmer-Wohnung gemietet, in der es wie eine eigene kleine Firma funktioniert.

Von einem Teilnehmenden darauf angesprochen, wie Swisscom die bei Neuigkeiten inhärenten „Change“-Prozesse gestaltet antwortet U. Schaeppi, in der Swisscom würden explorative Vorgehensweisen praktiziert. Wandel lasse sich nicht top-down befehlen.

Als Wachstumsgebiete sieht Swisscom das Internet, die Cloud sowie das „Internet of Things“. Swisscom geht davon aus, dass in der Schweiz bis in 10 Jahren zirka 200 Millionen Gegenstände miteinander über das Internet kommunizieren. Das braucht Netzwerke, Rechenzentren und das gesamte Lösungsangebot von Swisscom.

Eine Herausforderung stellt die Personalentwicklung dar. Die Swisscom benötigt mehr „Techies“, hauptsächlich Software-Ingenieure und Mediamatiker. Im Bereich Informatik sind bei Swisscom permanent etwa 400 offene Stellen vorhanden. Weiter will die Swisscom die Anzahl Lehrstellen von 800 auf 1‘000 erhöhen. Und diese jungen Menschen in ihren jungen Berufsjahren anschliessend für Management-Funktionen befähigen.

Die besten Praktiken für die Durchführung von Innovationsvorhaben klingen, wie wenn sie von Innovation Wings kommen würden:

  • Konkrete Projekte
  • Dezentral
  • Squad-Teams mit den involvierten Fachdisziplinen
  • Rasches Prototyping und sofort Feldtests mit Kunden.

Die zukünftige Expansion erwartet die Swisscom in zwei Dimensionen. Teilweise wird sie vertikal sein, wie U. Schaeppi am Beispiel Banken und Zahlungsverkehr erläutert. Teilweise wird die Realisierung auch durch die Skalierung von Plattformen stattfinden.

Swisscom verfügt auch über einen eigenen Venture-Capital-Fonds. U. Schaeppi sagt dazu, dass Swisscom damit auch die Schweizer Start-up-Szene stärken möchte. Der Fonds ist jedoch klar fokussiert auf die Bedürfnisse der Swisscom.

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