Neue Produkte wertorientiert entwickeln

Neue Produkte zu entwickeln geht heutzutage meistens. Die grosse Herausforderung ist, dafür Kunden zu finden. Wie wählen Kunden ein Produkt oder eine Lösung aus? – Ja, richtig, nach dem grössten Nutzen für sich!

Eine Umfrage zu Scrum- und Agile-Praktiken in der Produktentwicklung verschiedener Unternehmen im Herbst 2015 förderte erstaunliches zutage. 80 % der Befragten bewerten die Funktionen in ihrem neuen Produkt noch nicht nach dem Wert für den Kunden. Das heisst, Firmen wissen mehrheitlich weder, was der Kunde eigentlich genau wünscht, noch wieviel ihm das wert ist. Das Ergebnis solchen Tuns ist in der Regel eine eierlegende Wollmilchsau, die alles kann, aber nichts richtig. Und die zu teuer ist, weil sie viel zu viele Funktionen enthält, die der Kunde eigentlich gar nicht braucht.

Herauszufinden, was der Kunde wirklich will, ist in der Praxis nicht ganz einfach.
Ein CEO eines börsenkotierten Schweizer Technologieunternehmens liefert dazu einen interessanten Lösungsansatz. Er beschreibt mit seinem Team in der Unternehmensstrategie nicht die Ziele, sondern die Wirkung, die er im Markt erzielen möchte. Genau gleich können Produktentwickler vorgehen:

Welche Wirkung will der Kunde mit unserem neuen Produkt erzielen?
Mit dieser Frage lässt sich rasch klären, auf welche Funktionen es im neuen Produkt ankommt. Und welche Funktionen getrost weggelassen werden können, weil sie zur anvisierten Wirkung nichts beitragen.

Das Resultat sind neue Produkte, die eine bedeutend höhere Kundennutzen-Orientierung aufweisen. Produkte, die gleichzeitig einfacher sind, weil vieles weggelassen werden kann. Produkte, die eine geringere Anzahl Teile enthalten und dadurch in der Herstellung günstiger sind. Die verringerte Anzahl Teile führt gleichzeitig zu einer niedrigeren Komplexität in der Logistik und zu tieferen Lagerkosten, weil weniger Teile und Ersatzteile bevorratet werden müssen.

Fazit: Es hindert Sie nichts daran, das nächste neue Produkt wert- und wirkungsorientiert zu entwickeln. Ein Feedback über den erzielten Erfolg würde mich freuen. Ich bin ständig auf der Suche nach guten Beispielen für meine Lehrtätigkeit im Innovations- und Technologiemanagement in einem Nachdiplomstudiengang an der Hochschule für Technik in Brugg.

Und wenn Sie finden, bevor wir Erfolgsbeispiele publizieren können wäre es eine gute Sache, zuerst einmal firmenintern Innovations- und Technologiemanagement systematisch zu schulen, um über eine gemeinsame Know-how-Basis zu verfügen, unterstütze ich Sie natürlich gerne.

 

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