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Innovations-Stolpersteine rechtzeitig erkennen und vermeiden

Wer Gewinn erwirtschaftet und über ein gutes Innovationsportfolio verfügt, ist für die Zukunft optimal gerüstet. Jedes Unternehmen, das langfristig erfolgreich sein will, muss sich auf die Zukunft vorbereiten. Kein Unternehmen kann somit auf das aktive Gestalten von „Innovation“ verzichten.

Um Innovationskraft zu schaffen genügt es jedoch nicht, einfach nur Ziele aufzulisten, die möglicherweise noch vom Kapitalmarkt vorgegeben wurden. Es muss vielmehr in einer umfassenden Darstellung dargelegt werden, welche Ziele bis wann zu erreichen sind.

Diese Art von Innovation kann man nicht kaufen – sie muss erarbeitet werden. Das heisst, es muss ein fundiertes Innovations- und Technologiemanagement aufgebaut werden, ergänzt um die fünf Projektphasen und die zehn Wissensgebiete des Projektmanagements, die in jedem Innovationsvorhaben anzutreffen sind. So schaffen Unternehmen Innovationskraft.

Wir unterstützen Unternehmen von der Initialisierung von „Innovation“ bis zur erfolg-reichen Markteinführung und dem Projektabschluss. Auf der Ebene der Produkte, der Innovationsprozesse und der kontinuierlichen Ausbildung und Weiterentwicklung von Mitarbeitenden, Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen.

Auf dem fünfphasigen Weg von der Initialisierung von Innovation bis zur erfolgreichen Markteinführung und dem Projektabschluss lauern jedoch viele Stolpersteine, wie nachstehende Beispiele aus unserer langjährigen Beratungspraxis und –erfahrung zeigen.

Erste Phase: Initialisieren von Innovation
Bei der Projektinitialisierung geht es darum, den Projektauftrag klar zu beschreiben und zu definieren, welche Ziele das Unternehmen mit dem Innovationsvorhaben erreichen will.

Hier lassen sich vier Hauptursachen identifizieren, warum Ihre Innovationsvorhaben scheitern, noch bevor sie richtig begonnen haben:

  1. Sie haben zuwenig Innovationsideen
  2. Sie haben zu viele Innovationsideen
  3. Sie haben die falschen Innovationsideen
  4. Es bestehen knifflige Fragen zu Zielkunden und Produktfunktionen.

Zuwenig Innovationsideen äussern sich meistens darin, dass der Wettbewerb im Markt fast nur noch auf der Preisebene stattfindet, die Margen immer knapper werden und die Zukunft des Unternehmens immer ungewisser wird.

Zuviel gute Innovationsideen treffen wir in der Praxis verblüffend oft an. Sie sind meistens ein Zeichen eines gesunden Unternehmens, das mehr Ideen als Ressourcen hat. Die Auswirkungen sind jedoch verspätete Markteinführungen und ein zu niedriger Wirkungsgrad in der Forschung und Entwicklung, wenn zu viele Projekte parallel laufen.

Die falschen Innovationsideen sind schwieriger zu erkennen. Oftmals lassen sie sich in einer ersten Wahrnehmung nicht in Zahlen fassen, sondern äussern sich in einem starken Spannungsfeld und manchmal sogar offenem Streit zwischen Marketing und Verkauf und der Produktentwicklung.

Knifflige Frage zu Zielkunden und Produktfunktionen
Wenn unklar ist, wer der Kunde ist, ist oftmals auch unklar, über welche Funktionen das neue Produkt verfügen muss. Da die Herstellkosten bei Vorliegen des Funktionsmusters in der Regel schon zu über 70 % festgelegt sind, lohnt es sich, diese Frage bereits in dieser frühen Projektphase äusserst sorgfältig abzuklären.

Ein „Picture of the Future“ kann mithelfen, ein „Zielbild“ auszuarbeiten, an welchen Innovationen das Unternehmen arbeitet und was damit auf dem Markt und bei den Kunden konkret erreicht werden soll.

Zweite Phase: Planen von Innovationsvorhaben
Das Planen von Innovationsvorhaben beginnt, wenn die zu erreichenden Ziele klar sind.

Typische Fragestellungen in dieser Phase sind:

  • Wir entwickeln ein für unser Unternehmen vollkommen neues Produkt. Wie gestalten wir die Produktstrategie, um möglichst rasch mit einem ersten Produkt auf dem Markt zu sein und dann periodisch Neuerungen und Erweiterungen nachlegen zu können, um die Innovationsführerschaft zu leben und vorzeigen zu können?
  • Verfügen wir über Roadmaps, um Markteintrittstermin, Produktentwicklung, Technologieentwicklung und –bereitstellung, die Industrialisierung und das Vorbereiten der Verkaufsunterlagen sorgfältig aufeinander abzustimmen? Die Roadmaps bilden auch die Grundlage für die Kapazitätsplanung, um sicherzustellen, dass die geplanten Innovationen am Markt zeitgerecht zur Verfügung stehen.
  • Unterstützen uns unsere Projektrisiko-Analysen genügend gut, um auch bei Vorhaben mit einem grossen Neuigkeitsgrad möglichst keine Überraschungen zu erleben?

Dritte Phase: Realisieren und Umsetzen von Innovationsvorhaben
Die typischen Stolperfallen in dieser Phase sind:

  • Teams werden alleingelassen. Mit der Auftragserteilung allein ist es nicht getan. Die Erfahrung zeigt, dass kaum ein Projekt länger als drei Wochen von selber geradeaus läuft. Gerade zu Beginn werden oft und viele neue Lernerfahrungen gemacht, die ins Projekt einfliessen müssen. Coaching durch eine interne oder externe Führungskraft kann hier mithelfen, Lösungen zu finden und dabei immer das Projektziel im Auge zu behalten.
  • Wenn in Innovationsvorhaben Höchstleistung und Höchstgeschwindigkeit gefragt sind, führt kein Weg an einem systematischen Projektmanagement Training vorbei. Oder kennen Sie eine Fussballmannschaft, die den Meistercup ohne Training gewinnt? Oder ein Orchester, das ohne zu üben vor Publikum spielt?

Vierte Phase: Überwachen und Steuern
Beim Überwachen und Steuern von Innovationsvorhaben geht es um Fragen zum Projektportfolio-Management und das Assessment von Innovations- und Produktionsprozessen.

Mittels Projektportfolio-Management werden so viele Projekte freigegeben, wie Ressourcen vorhanden sind. Die Innovationsvorhaben müssen wie Aktien, die man kaufen will, nach strategischer Bedeutung und Steigerung des Unternehmenswerts in eine Reihenfolge gebracht werden, damit die Prioritäten immer klar sind. Oder würden Sie an der Börse Flopkandidaten kaufen?

Die Herausforderung und die Kunst ist dabei, den richtigen Mix zwischen den Projektarten zu finden, und dieses filigrane Netzwerk monats- oder quartalsweise neu auszubalancieren, je nachdem wie rasch Sie in den verschiedenen Innovationsvorhaben vorwärtskommen.

Fünfte Phase: Abschluss von Innovationsvorhaben
Werden nach einem Projektabschluss die Lernerfahrungen nicht sorgfältig analysiert und ausgewertet, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass in einem Folgeprojekt die genau gleichen Fehler wieder passieren. Das kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten. Ein standardisierter Projektabschlussbericht stellt sicher, dass beim Zusammentragen der Lernerfahrungen kein wichtiger Aspekt übersehen wird. Das ist eine Voraussetzung, um die Innovationsprozesse des Unternehmens permanent zu verbessern und in der Leistung zu steigern.

Sie können die obigen Punkte alle durchgehen und sich fragen „Was bedeutet das für mich und unser Unternehmen? Wo stehen wir? Welches sind unsere Arbeitspunkte, damit wir weiterkommen und uns weiterentwickeln?“

Der Erfolg wird Ihnen zeigen, dass sich der Aufwand lohnt.