Problem und Lösung – Ursache und Wirkung

Probleme gibt es in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise zuhauf. Sich über Politiker aufzuregen, die versprechen Geld auszugeben, das der Staat gar nicht hat, bringt nichts. Was etwas bringt ist sich im „circle of control“ zu bewegen, da wo man selber Einfluss hat und selber entscheiden und wirken kann.

Knackpunkte in städtischen Agglomerationen sind:

  • Ein Strassenverkehr, der kurz vor dem Ersticken ist
  • Zuwenig Parkplätze, für die überteuererte, bürgerunfreundliche Abzocker-Parkgebühren verlangt werden
  • Ein öffentlicher Verkehr, der mit jedem zusätzlichen Passagier mehr Steuergelder verbrennt und damit die Staatsquote zusätzlich in die Höhe treibt
  • Durch die Segnungen der Zivilisation resultierende Bewegungsarmut und damit einhergehend Unfitness und Übergewicht eines Grossteils der Bevölkerung.

Der Lösungsansatz: Ein Grossteil der Mobilität findet auf Strecken unter 20 km Distanz statt. Auf diesen Distanzen ist das Velo (schweizerdeutscher Ausdruck für Fahrrad) das mit Abstand einfachste, schnellste und unkomplizierteste Transportmittel.

Also: für die typischen täglichen Kurzdistanztransporte ein Velo verwenden.

Lösungsmöglichkeiten gibt es viele:

  • Der Klassiker für ins Büro: Ein Velo mit Kettenschutzkasten. Ermöglicht es auch Bankern, ohne Karrenschmiere an den Hosen ins Büro zu gelangen.
  • Die modernere Variante: Ein Velo mit Kardan-Kraftübertragung. Die Kraftübertragung von der Kurbel aufs Hinterrad erfolgt über eine Welle statt über eine Kette. Vorteile: Wartungsfreundlicher, keine Verschmutzung der Beinkleider.
  • Für die Wochenend-Einkäufe oder für die Barbeque-Party: Das Liefervelo. Die Pashley-Konstruktion ist in etlichen Varianten lieferbar – als Bäckervelo, für Einkäufe im Garden Center, zum Transport von Kleinkindern, etc.
    Der Klassiker dieser Gattung ist der „Long John“ aus Dänemark.
  • Für längere Arbeitswege in nicht zu stark coupiertem Gelände oder über die Autobahn gibt es spezielle Liegevelos. In den Satteltaschen lassen sich auch die Einkäufe für mehrere Tage einpacken und transportieren.
  • Falls die Distanz einmal grösser ist, können Zug oder Flugzeug mit einem Klappvelo kombiniert werden.

Die Lösungen sind alle vorhanden. Auf einem Autoparkplatz lassen sich problemos bis zu fünf oder mehr Velos abstellen. Die Volksgesundheit steigt, die Strassen werden entstopft, die Ruhe im öffentlichen Raum steigt, der Benzinverbrauch wird verringert, die Umwelt weniger verpestest, die Staatsquote wird verkleinert. Es resultieren neue Arbeitsplätze, Fahrräder können in der Schweiz entwickelt und gebaut werden. Es resultieren nur Vorteile.

Ich frage mich nur, warum bei diesen vielen Vorteilen das Velo noch in keinem staatlichen Konjunkturprogramm gefördert wird.