Warum firmeninterne Projektmanagement Ausbildung so wichtig ist

Ein eigentliches Paradoxon in der Unternehmensführung besteht darin, was in der Theorie über Projektmanagement gelehrt, und was im wirklichen Leben in den Unternehmen praktiziert wird.

Gelehrt wird, dass Unternehmen ihre Strategien und Innovationsvorhaben mit Projekten in die Wirklichkeit umsetzen. Unter „Projekt“ wird dabei ein „einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit einem Anfangs- und einem Endtermin besteht und durchgeführt wird“ verstanden. Es handelt sich folglich um Aufgaben, die vom Tagesgeschäft abgekoppelt sind, einmaligen Charakter haben und die sich durch besondere Herausforderungen auszeichnen.

Fragt man Projektleitende und Projektmitarbeitende in der Praxis, wie sie zu dieser Rolle gekommen sind, lautet die Antwort häufig „durch Zufall“.

Hmh. Eines der wichtigsten Elemente zur Strategieumsetzung beruht also häufig auf Zufall?

Untersucht man weiter, wie Projektleitende und Projektmitarbeitende während ihrer Ausbildung befähigt worden sind, in Projekten zu arbeiten und solche zu leiten, kommt die nächste Überraschung. In der Mehrzahl der Ausbildungen, sei es Lehre, Fachhochschule oder Universität, ist „Projektmanagement“ kein Ausbildungsfach. Mitarbeitende bringen folglich für die Projektarbeit Erfahrung mit, die sie „on-the-job“ – also durch Fehler machen – gewonnen haben, oder Wissen, das sie sich autodidaktisch angeeignet haben.

Somit besteht in Unternehmen im Projektmanagement keine „Unité de doctrine“, sondern ein Sammelsurium von Praktiken, das für eine zielgerichteten Strategieumsetzung wahrscheinlich nicht besonders förderlich ist.

Dies stellt für die Strategieumsetzung und das Erreichen von Innovationszielen ein erhebliches Risiko dar, das beseitigt werden muss. Für Unternehmensleiter und Ausbildungsverantwortliche bedeutet dies demzufolge, dass Projektmanagement Training in der internen Ausbildung auf der Agenda weit oben stehen muss.

Für eine erfolgreiche Strategieumsetzung.