Grounding – interessant für die Führungsausbildung

Der eben angelaufene Schweizer Film „Grounding“ über das Ende der Swissair ist nicht nur spannende Unterhaltung. Der Film zeigt auch mit aller Deutlichkeit, was unfähige Führung in einem Unternehmen anrichten kann. Damit meine ich nicht Mario Corti, der am Schluss als Feuerwehrmann eingesprungen ist.

Der Regisseur arbeitet messerscharf heraus, dass das Minimalziel in der Unternehmensführung das Sicherstellen der Liquidität ist. Dass eine knappe Liquidität, eine rote Erfolgsrechnung und negative Schlagzeilen in den Medien den Bedarf an flüssigen Mitteln enorm steigert, weil die Lieferanten plötzlich Vorauszahlung wollen. Und dass keine Liquidität den sofortigen Exitus bedeutet. Schrittweise wird die Spannung aufgebaut: Das jahrelange Vorspiel in der Kombination von grössenwahnsinnigem CEO und unfähigem Verwaltungsrat. Die vielen darum herum stehenden Figuren, die machtgetrieben und vom Ehrgeiz zerfressen überwiegend aus den Kulissen heraus als „graue Eminenz“ agieren. Die Charaktere liefern guten Anschaungsunterricht, was Ethik in der Unternehmensführung bedeutet und wer bereit ist hinzustehen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Das ist eine grossartige Leistung der Schauspieler.

Der Film ist gutes Anschauungsmaterial für junge Führungskräfte, die sich auf eine höhere Führungsposition vorbereiten. Er zeigt auch sehr eindringlich, wie Unternehmenskrisen immer mit menschlichen Schicksalen verknüpft sind.

Ein Gedanke zu „Grounding – interessant für die Führungsausbildung“

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